Schlagwort: gedanken blog

  • Zwischenruf aus Kanada

    Zwischenruf aus Kanada

    Der potenzielle Schriftsteller Jim ist ja gerade in Kanada, macht sein Auslandssemester auf Vancouver Island. Ziemlich cool hier. Dachte ich melde mich mal wieder, nachdem ich einen Monat lang keinen Blogeintrag geschrieben habe. Dabei faselte ich doch irgendetwas von dem letzten Kapitel der USA-Reise in Sedona und Slab City, und von einer großen Ankündigung, jaja,…

  • Das Vancouver-Gefühl

    Das Vancouver-Gefühl

    Gestern nahm ich den letzten Bus zurück zur Unterkunft etwas außerhalb von Vancouver. An der äußersten Ecke der Busstation stand ein Mann, er müsste noch in seinen Zwanzigern gewesen sein. Nein, er stand nicht, er tanzte. Er sah normal aus, breite Hose, langes T-Shirt, Cap, machte keinen betrunkenen Eindruck, vielleicht hatte er ‚was geraucht, aber…

  • Melancholie in Frankfurt

    Melancholie in Frankfurt

    Während Markus das Auge für die melancholische Schönheit der Großstadt im Übermaß besaß, klickte ich durch meine Bilder und wählte acht davon aus. Hier sind sie. Ein großartiger, stimmungsvoller Tag in Frankfurt. Der Gedankenfotograf und der Gedankenschreiber…

  • Mach die Augen auf, alter 2

    Mach die Augen auf, alter 2

    Guck mich an! Guck nicht ihn an, der auch auf sein Smartphone schaut. Guck hoch und mach jetzt einfach mal die Augen auf, alter…

  • Die Wolke über meinem Kopf

    Die Wolke über meinem Kopf

    Wenn es dunkel wird und der Kopf im Kopfkissen versinkt, ist dort ein Licht im Raum, das niemand sieht. Ein Gedanke zweifelsohne, fast wie eine Idee, nur nicht ganz so lose, nicht frei und auch nicht leicht. Als stünde eine Wolke über dem Körper, der schlafen will, es nicht kann, und auch nicht wirklich versucht.…

  • Nur in Österreich

    Nur in Österreich

    Wenn man mir vor einem halben Jahr gesagt hätte, dass ich zwei Wochen lang über Silvester in Österreich verbringen würde, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt. Österreich. Da war ich doch schon. Berge, wandern, Wälder. Das ist die Vorstellung des Kindheits-Ich’s, das sich vor zehn Jahren noch mit seiner Familie auf die Dreitausender quälte,…

  • Von der Pflicht des Zurückkommenmüssens

    Von der Pflicht des Zurückkommenmüssens

    An diesem Donnerstagmorgen sitze ich in einem ungewohnt leerem Warteraum mit gewohnten Schmerzen im Oberschenkel. Es ist kalt draußen, über der Stadt hängt noch der Rest der Nacht, ein blauer Schleier aus Nebel und einer dichten Wolkendecke. Das Grün der Inneneinrichtung wirkt aufmunternd, aus dem Grund, dass die Farbe aufmunternd wirken soll, was mir bewusst…

  • Wenn ich lese

    Wenn ich lese

    Wenn ich Knausgård lese, und das tue ich mal wieder, das mittlerweile sechste Buch, eine Ansammlung von Essays, die es vermutlich nicht in die autobiografische Hauptgeschichte geschafft haben und gerade deshalb wie etwas Eigenständiges von seiner durchdringenden Auffassung der Welt handeln, dann überkommt mich ein Gefühl, das alle anderen Gefühle überschattet, schlichtweg weil es ein…

  • Freiheit für zwei, drei Sekunden

    Freiheit für zwei, drei Sekunden

    Auf der morgendlichen Bahnfahrt gibt es eine wirklich kurze Sequenz, nur etwa zwei bis drei Sekunden lang, bei der sich mein Blick wie von selbst vom Buch erhebt und durch die Fensterscheibe auf das hinaus schaut, was mir eine kleine, eigene Welt mitten im Ruhrgebiet präsentiert. Dort sehe ich einen kleinen See, umgeben von Tannen…

  • Dunkel und fast Nacht

    Dunkel und fast Nacht

    Es ist dunkel und fast Nacht. Hochhäuser mit Lichter rauschen an mir vorbei. Der Zug trägt mich zum heimischen Bahnhof. Ich bin betrunken, mein Kopf lehnt an der Scheibe. Sie ist kalt, nicht so kalt wie draußen, aber kalt genug, damit die Haut an ihr friert. Ziehe den Kopf zurück, setze die Kopfhörer auf, ein…