Ich habe Angst vor Menschen,

die mir sagen

heute musst du lieb sein

heute musst du nett sein

heute bist du höflich.

 

Ich habe Angst vor Menschen,

die mir sagen

das kannst du nicht

das darfst du nicht

das solltest du nicht tun.

 

Ich habe Angst vor Menschen,

die mir sagen

vergiss deine Freunde nicht

vergiss deine Familie nicht

vergiss das Mädchen deiner Träume.

 

Ich habe Angst vor Menschen,

die mir sagen

zieh dich gut an

zieh dich neu an

zieh dich an wie wir.

 

Ich habe Angst vor Menschen,

die mir sagen

arbeite an deiner Karriere

arbeite an deiner Zukunft

arbeite nur für Geld.

 

Ich habe Angst vor Menschen,

die mir sagen

denk wie ich

denk wie er

denk nicht wie du.

 

Ich habe Angst vor Menschen,

die mir sagen

hier hast du alles

hier hast du alles

geh nicht weg.

 

junger Mann in Alaska auf Reise in der Natur

Geschrieben von Jim Kopf

Ich bin jung und sitze im Zug. Ich fühle, beobachte und schreibe. Ich bin immer unterwegs. Komm' und setz' dich neben mich!

16 Kommentare

  1. das ist für mich gut nachvollziehbar! das, was du hier aufzählst, spiegelt die eigene unsicherheit und ja, auch ängste, dieser menschen.
    ich habe inzwischen gelernt: nicht beirren lassen, immer ausloten, wo der eigene weg liegt – und ihn dann gehen 🙂
    (und als mutter einer bald erwachsenen tochter kenne ich auch die andere seite, aber genau darin, den eigenen weg zu finden, möchte ich sie bestärken! ich hoffe, es gelingt mir, auch das loslassen.) 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Die eigene Unsicherheit ist vielleicht das zentralste Thema dieser Zeilen, das hast du gut erkannt..
      Es ist schön zu wissen, dass du deiner Tochter ermögliche möchtest, ihren eigenen Weg zu gehen – denn wenn man erst einmal anfängt, seinen eigenen Weg zu vernachlässigen, wird es umso schwerer, ihn wiederzufinden.

      Gefällt 2 Personen

  2. Lieber Jim, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, all das habe ich genauso empfunden, was aber über die Jahre verschwunden ist, ist die Angst vor diesen Menschen. Ohne die Angst lässt sich sagen, wir sahen uns im Spiegel, sie und ich. Und so sah ich das seitenverkehrte Spiegelbild und sah, sie haben Angst vor jemanden, der ihnen zeigt, dass man nicht tun muss, wozu sie sich selber ihr ganzes Leben zwingen. Manchmal schwimmt man ein Stück im Strom, aus freier Entscheidung, ganz oft gegen den Strom, aber immer bleibt es ein Weg von der Quelle ins Meer.
    Lieben Gruß

    Gefällt 2 Personen

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