Kategorie: alltag

  • Eine Ode an Noise Cancelling – Kopfhörer

    Eine Ode an Noise Cancelling – Kopfhörer

    Starbucks. 17:30 Uhr. Ein kleiner, kreisrunder Tisch ist noch frei, ganz hinten an der Wand. So viele Menschen. Freundinnen, zu zweit, zu dritt, zu viert. Sie plaudern ausgelassen, sie lachen, sie gehen völlig in der Gruppe auf. Pärchen, erste Dates und lange Beziehungen, die einen sehr neugierig, die anderen suchen den Raum nach einem Gesprächsthema…

  • Flowzustand des Daseins

    Flowzustand des Daseins

    Als ich gestern während des Sonnenunterganges spazieren ging, überraschenderweise in einem Waldstück, das ich in dieser Form nicht erwartet hatte, es besaß kleine Seen, Alleen aus Bäumen, weitläufige Wiesen, sogar abgesteckte Blumenbeete, in herbstlich roten Farben; als ich in diesem Bild umherlief, ohne genauen Plan, allein aus der Motivation heraus, alleine mit mir und meiner…

  • Novemberfrühling

    Novemberfrühling

    Es war in einem dieser neuen Regionalzüge, mit unaufdringlichen LED-Seitenlichtern und dezentem Blau auf der Gepäckablage. Die Sitze noch im Vollbesitz ihrer Farbe, die Armlehne aus hellem Holz, wie elegant sich die Pendler auf sie stützen. Der Boden noch rein, wie gemalt, ein Kunstwerk aus mal eher schwarzen mal eher weißen Grautönen, auf denen die…

  • Herbstgedanken

    Herbstgedanken

    Der schwarze Mantel ist zurück, und mit ihm die schwarze Hose, die schwarzen Schuhe. Darin fühle ich mich wohl, es bekleidet den Herbst mit der Stimmung, in der ich mich befinde. Wie ein Schneesturm reißt die erste Kälte am frühen Morgen die Sommerreste auf den erröteten Blättern und erbleichten Pendelgesichtern mit sich, nur dass der…

  • Don’t ever look back.

    Don’t ever look back.

    Dann kommt ein Mann um die Ecke. Er ist um die 50 Jahre alt, hat wenige, graue Haare, trägt eine dreckige Handwerkerhose und ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Don’t ever look back“. Selbstbestimmt geht er in das Café. Ich sehe nicht, was er bestellt. Aber das T-Shirt bleibt in meinen Gedanken hängen…

  • Mach die Augen auf, alter 2

    Mach die Augen auf, alter 2

    Guck mich an! Guck nicht ihn an, der auch auf sein Smartphone schaut. Guck hoch und mach jetzt einfach mal die Augen auf, alter…

  • Als ich heute morgen aus der Bahn stieg…

    Als ich heute morgen aus der Bahn stieg…

    … strahlte der Himmel kristallblau und die Sonne hing glühend gelbrot knapp über dem Horizont, alles bis auf die Schatten bekleidete sie mit einer hell leuchtenden Decke aus Wärme und Licht. Absolute Windstille, kein in den Bahnhof getragener Laubflocken rührte sich auf dem rostfarbenen Gleis. Grauweiße Tauben tanzten auf den Etagen über mir. Es duftete nach Mädchenparfüm…

  • Von der Pflicht des Zurückkommenmüssens

    Von der Pflicht des Zurückkommenmüssens

    An diesem Donnerstagmorgen sitze ich in einem ungewohnt leerem Warteraum mit gewohnten Schmerzen im Oberschenkel. Es ist kalt draußen, über der Stadt hängt noch der Rest der Nacht, ein blauer Schleier aus Nebel und einer dichten Wolkendecke. Das Grün der Inneneinrichtung wirkt aufmunternd, aus dem Grund, dass die Farbe aufmunternd wirken soll, was mir bewusst…

  • Wenn alles möglich wäre…

    Wenn alles möglich wäre…

    …dann würde ich morgen nach Kenia reisen und mit 37 achtjährigen Waisenkindern in der glühendenden, am Horizont abtauchenden rotorangenen Abendsonne unter vereinzelt zuschauenden Elefanten und surreal großen Giraffen mit unendlich langen Hälsen Fußball spielen…

  • Freiheit für zwei, drei Sekunden

    Freiheit für zwei, drei Sekunden

    Auf der morgendlichen Bahnfahrt gibt es eine wirklich kurze Sequenz, nur etwa zwei bis drei Sekunden lang, bei der sich mein Blick wie von selbst vom Buch erhebt und durch die Fensterscheibe auf das hinaus schaut, was mir eine kleine, eigene Welt mitten im Ruhrgebiet präsentiert. Dort sehe ich einen kleinen See, umgeben von Tannen…